Birte Toepfer Birte Imme Toepfer, geb. Oldendorff
(21.4.1945 Lübeck – 11.11.2010 Hamburg)
Mäzenin, Stiftungsvorsitzende
Carl Toepfer Stiftung: Peterstraße 28 (Wirkungsstätte)
Alfred Toepfer Stiftung: Georgsplatz 10 (Wirkungsstätte)
Nienstedtener Marktplatz 19, bestattet auf dem Nienstedtener Friedhof in Hamburg, Grablage: 16 D, 356a
Birte Toepfer studierte nach dem Abitur Pädagogik in Würzburg, München und Hamburg. 1967 heiratete die damals 22-jährige Lübecker Reederstochter den damals 37-jährigen Heinrich Alfred Toepfer (1930–2016), Sohn des Hamburger Unternehmers und Stifters Alfred Toepfer. Birte Toepfer bekam drei Kinder und übernahm seit 1980 ehrenamtlich verschiedene Ämter. So war sie: „von 1990 bis 2010 Mitglied des Vorstandes der Carl-Toepfer-Stiftung, von 1997 bis 2005 Vorstandsvorsitzende der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., von 2005 bis 2007 stellvertretende Vorsitzende und von 2007 bis 2010 Vorsitzende des Stiftungsrates der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. sowie von 1997 bis 2005 Mitglied des Boards der Alexander von Humboldt-Stiftung. Seit 2001 war sie Vorstandsmitglied der Freunde der Kunsthalle in Hamburg. Ferner gehörte sie seit 1993 auch dem Bundesverband Deutscher Stiftungen an und war Vizepräsidentin des Übersee-Clubs.“ 1) Auch war sie lange Jahre bis 1997 Vorsitzende des Fördervereins der "Philharmonie der Nationen" gewesen.
Auch frauenpolitisch engagierte sie sich. So war sie Mitglied bei Zonta International, einem internationalen Service Club von Frauen, die sich dafür einsetzen, die Lebenssituation von Frauen in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher, beruflicher und gesundheitlicher Hinsicht zu verbessern.
Birte Toepfer nahm sich im Alter von 65 Jahren das Leben. Taucher bargen ihre Leiche aus dem Feenteich, unweit ihrer Wohnung.
In einem Nachruf der Carl-Toepfer-Stiftung heißt es über Birte Toepfer: „Ihre Entscheidung zu gehen traf uns völlig unvorbereitet. Bis zuletzt hat sie mitgeplant, mitgestaltet, alles schien im Gleichgewicht. Birte Toepfer war die Seele unserer Carl-Toepfer-STIFTUNG. Ihre Meinung, ihr Urteil waren gefragt. Wenn sie in ihrer aufrichtigen Gradlinigkeit eine ihr vorgetragene Position mit einem »Eben!« quittierte, konnte der Gesprächspartner sicher sein, dass sie seiner Ansicht zustimmte und sie als richtig einschätzte. Nie erhob sie einen Führungsanspruch, aber sie führte in einer unnachahmlichen Art und war die treibende, schöpferische Kraft bei vielen Projekten und Entwicklungen. Auf die Menschen, denen sie begegnete, ging sie mit großem Charme, großer Offenheit und ehrlichem Interesse zu Auf diese Weise gewann sie viele Herzen und stand häufig schnell selbst im Mittelpunkt. Nur Geziere und Eitelkeiten waren ihr ein Gräuel. Wenn ein Gespräch eine Richtung nahm, die ihr missfiel, verstand sie es mit Leichtigkeit, das Thema zu wechseln, ohne verletzend zu werden. Jedem schenkte sie ein freundliches Wort oder eine Geste, die unvergessen bleibt.“ 2)