Elisabeth Schmidt-Brockmann
(1945 – 8.7.2018)
Pastorin, Referentin des Nordelbischen Frauenwerks Neumünster. Leiterin des Frauenwerks Haus der Frau Loogeplatz
Loogeplatz 14-16 (Wirkungsstätte)
Telemannstraße 24 (Wohnadresse)
Die Pastorin, Referentin des Nordelbischen Frauenwerkes in Neumünster und Leiterin des Frauenwerkes Haus der Frau am Hamburger Loogeplatz war auch Gründungsmitglied des Wohnprojekts 13 in der Telemannstraße 24 und wohnte dort von Beginn an.
Waltraud Waidelich hat einen Nachruf auf Elisabeth Schmidt-Brockmann verfasst:
„Standfest und hartnäckig Nachruf auf Elisabeth Schmidt-Brockmann
Am 8.7.2018 ist Pastorin Elisabeth Schmidt-Brockmann nach einer längeren Krebserkrankung verstorben. Sie war von 1973 bis 1978 Referentin des Nordelbischen Frauenwerks in Neumünster und später leitete sie das Frauenwerk – Haus der Frau am Loogeplatz in Hamburg. Zuletzt sah ich Elisabeth Schmidt-Brockmann 2017 bei einer Veranstaltung anlässlich des G20 Gipfels in der Hamburger St. Jakobi-Kirche. Hier sprach Susanne Schmidt, die bekannte in England lebende Finanzmarktexpertin. Elisabeth Schmidt-Brockmann hatte uns den Kontakt zu ihrer Cousine vermittelt und damit die Veranstaltung möglich gemacht. Elisabeth Schmidt-Brockmann, Ada Emler und andere Frauen vom Loogeplatz gingen bei Bedarf für ihre Überzeugungen, für Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit auf die Straße. Ich war damals als junge Einsteigerin im KDA, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, zuständig für Frauen im Beruf, und von diesen Kirchenfrauen tief beeindruckt. Frauen wie Elisabeth Schmidt-Brockmann haben mich für die Nordelbische Kirche und die Frauenarbeit gewonnen. Ihre politischen Beiträge auf Pressekonferenzen zum 8. März Mitte der 90er-Jahre revidierten das überkommene konservative Bild, das die Frauenszene von Kirchenfrauen hatten. Mit Standfestigkeit und Hartnäckigkeit hat Elisabeth Schmidt-Brockmann die Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit während und nach ihren Zeiten in den Frauenwerken und im Theologinnenkonvent in unsere Kirche hineingetragen. Ihre institutionskritischen und politischen Haltungen waren sicher nicht immer bequem und diplomatisch. Wo aber stünden wir heute ohne Frauen wie diese, wie Elisabeth Schmidt-Brockmann? Ihre deutlichen Ansagen gegenüber herrschaftlichen und patriarchalen Kirchenstrukturen sollten in uns lebendig bleiben.“ 1)